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3. Schnellbootgeschwader

Auslaufen Brandenburg-Brücke
Standprobe Schnellboote Heckansicht
Schnellboot 148er-Klasse
Schnellboote im Hafen
Schellboot S-48 Löwe
Schnellboote S-50 Panther in See
3. Schnellbootgeschwader an der Pier
Schnellboote am Tender
Deutsche Seeflagge
Standprobe
Transit im Sonnenuntergang

Im Jahre 1955 konstruierte die Lürssen Werft das Schnellboot der Klasse »JAGUAR“. Dreißig Boote wurden für die deutsche Bundesmarine gebaut. Das erste Schnellboot, getauft am 12. Juni 1957 auf den Namen „JAGUAR“, wurde am 16. November 1957 in Dienst gestellt und von dem damaligen Korvettenkapitän Haag, der mit der Aufstellung des 3. Schnellbootgeschwaders beauftragt war, als erstes Boot in das Geschwader übernommen. In einem Rhythmus von etwa zwei Monaten folgte Boot auf Boot. Im Dezember 1958 war schließlich das 3. Schnellbootgeschwader mit den Booten ILLTIS“, „JAGUAR“, „LEOPARD“, „ LUCHS“, „WOLF“, „TIGER“, „PANTHER“, „ LÖWE“, „ FUCHS“ und „MARDER“ komplett.

Schon sehr bald erfolgte die Unterstellung des ersten Neubaugeschwaders der Marine unter das Kommando der NATO und die Schnellboote nahmen ab Oktober 1958 an NATO-Manövern teil.

Seit 1963 dient Tender „RHEIN“ als Mutterschiff des Geschwaders und macht die Boote von der landgebundenen Versorgung weitgehend unabhängig. Der Tender „RHEIN„ war dann auch die erste Einheit im 3. Schnellbootgeschwader – wird wohl auch die einzige bleiben – die am 8. September 1963 auf 14° westlicher Länge den Äquator im Rahmen einer Erprobung überquerte.

Zu Beginn der 70er Jahre zeigten sich bei den Schnellbooten der Klasse „JAGUAR“ deutliche Ermüdungserscheinungen. Nach 15 Jahren und einer in unzähligen Manövern und Auslandsreisen gefahrenen stattlichen Anzahl von Seemeilen hatten die Boote ausgedient und mussten ersetzt werden.

Die mittelfristige Planung der 60er Jahre hatte als Ersatz 378 t verdrängende Flugkörperschnellboote der Klasse 143 vorgesehen, die jedoch aufgrund verschiedenartiger Schwierigkeiten nicht termingerecht in Dienst gestellt werden konnten. In dieser Lage entschied sich die Marine im Herbst 1970 zum Kauf von 20 Flugkörperschnellbooten der Klasse „La-Combattante-II“, die in der Werft „Construction Mecaniques de Normandie“ in Cherbourg, teilweise aber auch in der „Lürssen Werft“ in Bremen gebaut werden sollten. Wichtig war für die deutsche Seite, dass sich die französische Regierung verpflichtete, die Schnellboote ohne jede Verzögerung, zwei Jahre nach Vertragsabschluss auszuliefern.

Die französische Marine hielt dieses Versprechen exakt ein, und so war es möglich, beginnend mit dem 30. Oktober 1972, dem Indienststellungstag von „S 41”, in einem regelmäßigen Rhythmus jeweils ein JAGUAR-Schnellboot außer Dienst und mit derselben Besatzung ein Flugkörperschnellboot der Klasse 148 in Dienst zu stellen. Am 27. März 1974 war mit „S 50“, dem zehnten Boot, das 3. Schnellbootgeschwader wieder komplett.

Seitdem hat das Geschwader an vielen nationalen und internationalen Manövern teilgenommen und auf Auslandsreisen die Bundesrepublik Deutschland in den meisten Ländern West- und Nordeuropas vertreten. Enge Verbindungen bestehen zu den NATO-Partnern aus Dänemark und Norwegen, die in jährlich stattfindenden Übungen noch weiter vertieft werden.

Die Schnellboote haben bis jetzt eine durchschnittliche Fahrstrecke von mehr als 100.000 Seemeilen zurückgelegt (das entspricht mehr als dem 4fachen Äquatorumfang).

Schnellboot der Klasse 148
Bauwerft: Construktion Mecaniques de Normandie (Cherbourg)
Lürssen Werft (Bremen-Vegesack)
Wasserverdrängung: 265 t
Länge: 47 m
Breite: 7 m
Tiefgang: 2,1 m
Maschinen: 4 MTU-Dieselmotoren, 4 Wellen/Schrauben
Maschinenleistung: 14.400 PS, 3.600 PS pro Motor
Höchstgeschwindigkeit: 38 Knoten
Bewaffnung: 4 Flugkörper MM 38 Exocet (Schiff/Schiff) in zwei Doppelstartern
Reichweite: 40 km
1 Geschütz 76 mm / L62 OTO MELARA
1 Geschütz 40 mm
L 70 Botars Minen
Besatzung: 30 Mann (4 Offz/3 PUO/14UO/9 Mannschaften)

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